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Begriffsdefinition, Erläuterung
 

Löss

Löß, engl. loess

Äolisches Sediment, mit der überwiegenden Korngröße Schluff. Kalkhaltig, gelblich braunes, ungeschichtetes Lockersediment. Besteht zu 60-70% aus Quarz, die restliche Zusammensetzung variiert je nach Liefergebiet. Meist treten Glimmer und Feldspäte (10-20%) mit CaCO3 (10-30%) auf.
Unter steppenzeitlichen Bedingungen erfolgte die Löss-Bildung. Die Vegetation, die v.a. aus Gräsern bestand wirkte als Lössfänger. Häufig bilden sich im Löss Kapillaren, die einen positiven Wasserhaushalt bewirken, den Boden belüften und stabilisieren.
In Mitteleuropa ist der Löss in den Kaltzeiten des Pleistozäns entstanden und 10 bis max. 40m mächtig. Rezente Lösse, wie in Innerasien weisen größere Mächtigkeiten auf (China bis 400 m).
Anfällig für Bodenerosion.



Siehe auch:  Korngröße, Schluff, Primärlöss, Sekundärlöss, Steppentundra, Kapillaren, Kaltzeiten des Pleistozän, Bodenerosion

 
 

ThemenrubrikenDefinierte Themenkomplexzugehörigkeit(en): Geomorphologie | Pedologie | 
 
 
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Letzte Aktualisierung: 21.08.2009 (08:11)
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