Landabsenkung

Erläuterungen:

Neben der sich zum Teil stark ändernden Küstenlinie, kämpfen die Küstenbewohner gegen ein weiteres Problem: Durch die starke Grundwasserentnahme im Stadtgebiet senkt sich der Boden 2 bis 10 cm/a ab und Meerwasser tritt in das zum Teil nur 5 m ü. NN gelegene Stadtgebiet ein. Dieses überflutet neben den privaten Besitztümern auch sämtliche öffentliche Infrastrukturen und beschädigt diese. Neben den Wasserschäden treten auch durch den Absenkungsprozess immense Schäden auf. Somit entstehen ständig Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen der Infrastrukturen und Gebäuden sowie für die Versorgung von Verletzten und Malaria- und Gelbfiebererkrankten. 

Die Grundwasserentnahme im Stadtgebiet lässt sich auf die starken Grundwasserleiter (Aquifer > 10 l/ s, gut) in diesem Bereich zurückführen, wo sich demzufolge auch die meisten Brunnen befinden, die aus den tonigen Böden das Wasser entziehen. Dieser schrumpft durch den starken Wasserentzug zusammen und senkt sich ab. Verstärkt wird dieser Absenkungsprozess durch die Last der städtischen Bebauung. Durch die steigende Bevölkerungszahl und der damit erhöhten Grundwasserentnahme bleibt dies ein beständiges Problem (Quellen: Kühn 2008; Marfai & King 2006; Marfai & King 2007).