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Der Fundort „Ziegelrodaer“ Forst auf dem Mittelberg, die Darstellungen auf der Himmelsscheibe und letztlich auch deren Fundumstände werfen die Frage nach Kultplätzen und Heiligtümern der Frühbronzezeit neu auf. Untersuchungen der letzten Jahre in Österreich, Böhmen und Mähren zeigten, dass große Kreisgrabenanlagen dabei eine Rolle spielen. Teilprojekt 2 des Moduls A4 ist der Erforschung solch potentieller Anlagen in der Makroregion gewidmet. In einem diachronen, interkulturellen Vergleich werden sie mit den in Teilprojekt 1 erzielten Ergebnissen zu den neolithischen Anlagen verglichen, um so eine umfassende Klärung des Phänomens im Wandel der Zeit zu ermöglichen.

Insgesamt zwölf per Luftbild erkannte Anlagen der Makroregion weichen von dem auch für Mitteldeutschland gut belegten neolithischen Standard (vgl. u.a. Teilprojekt 1) ab. Die Anlagen haben einen Durchmesser von 50 bis 130 m. Sie haben meist nur eine Öffnung, die in Richtung benachbarter Gräber zeigt.

In der Gesamtstruktur vergleichbare Anlagen aus Böhmen und Österreich datieren vorzugsweise in den Verband Böheimkirchen-Mad'arovce-Veterov. Daher ist nicht auszuschließen, dass ein Teil der hiesigen Anlagen zeitgleich mit der Niederlegung des Hortfundes von Nebra ist. Hinweise auf eine allgemein bronzezeitliche Zeitstellung der Anlagen sind u.a. im Fall von Egeln durch Oberflächenfunde gegeben. Scherbenfunde von den Anlagen Neutz-Lettewitz und Preußlitz datieren ausschließlich in die Spätbronzezeit.

Fragestellungen

  • Wie sind die Anlagen strukturiert?
  • Wie sind die Anlagen in das Siedlungs- und Verkehrsnetz der Makroregion eingebunden?
  • Welche Hinweise auf die Bedeutung und Funktion der Anlagen gibt es?
  • Sind Hinweise auf Kult und Religion gegeben?
  • Lassen sich astronomische Bezüge erkennen?
  • Lassen sich Bezüge zur Himmelsscheibe herstellen?



Ziel

  • Umfassende Klärung des mitteleuropäischen „Henge“phänomens.

 

Strategien

  • Erschließung neuer Quellen:
    • Sondierung zwölf potentieller bronzezeitlicher „Kreisgräben“ der Makroregion
    • Systematische Ausgrabung einer Anlage 
    • Synchroner überregionaler Vergleich
    • Diachroner, interkultureller Vergleich mit mitteldeutschen Anlagen des Neolithikums

 

Ablauf

  • 1. Projektphase
    • Die Erschließung neuer Quellen (Sondagen ca. 1 Jahr)
    • Beginn der systematischen Grabung
    • Dokumentation und Aufbereitung der Funde und Befunde

 

  • 2. Projektphase
    • Beenden der systematischen Grabung 
    • Dokumentation und Aufbereitung der Funde und Befunde
    • Vergleichende Analyse
    • Abschlussmanuskript

 

Last Updated on Tuesday, 26 May 2009 07:22
 
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